Ausbesserungswerk Braunschweig
Dampflok-Instandhaltung für Reichs- und Bundesbahn (1927 ? 1976)
160 Seiten im Format 225 x 290 mm, Hardcover-Einband, mit über 140 Fotos und Faksimile-Abbildungen
Es sind fast 50 Jahre vergangen, seit am 29. September 1976 als letzte überhaupt ausgebesserte Dampflokomotive der Deutschen Bundesbahn das Ausbesserungswerk Braunschweig an der Borsigstraße verlassen hat. Und nahezu 100 Jahre ist es her, als das Werk Anfang 1927 den Betrieb aufgenommen hat.
Mit dem AW Braunschweig verbinden viele ältere Eisenbahnfreunden eine fast mystische Aura von Öl und Dampf, Farbe und Schweißbrennergeruch. Hier haben Reichsbahn und Bundesbahn ihre ?Paradepferde? erhalten, zunächst in den späten 1920er-Jahren die preußischen S 10.1 und S 10.2, bald die neuen Einheitsloks der Baureihen 01 und vor allem 03, dann ab 1935 auch die Stromlinienloks der Reihen 05 und 61. In den 1950er-Jahren kommen dann die am stärksten geforderten Schnellzugloks der Bundesbahn hier zur Reparatur und Aufarbeitung: die Dreizylinder-Pazifiks der Baureihen 01.10 und 03.10 und ab 1958 auch die beiden Maschinen der Baureihe 10. Im letzten Jahrzehnt übernahm das AW Braunschweig sukzessive auch Güterzuglokomotiven von anderen Werken.
Die entscheidende Rolle, die Ausbesserungswerke im Erhalt des guten Betriebszustandes von Dampflokomotiven gespielt haben, ist in der einschlägigen Literatur bis jetzt nur vereinzelt gewürdigt worden. Dieses Buch beleuchtet die Geschichte des AW Braunschweig aus eher technischer Sicht und aus dem Blickwinkel eines Insiders, wozu auch rechtzeitig gerettete und über Jahrzehnte gesammelte Unterlagen sowie mehrere hundert Fotografien beitragen. Die Autoren Stefan Vockrodt, Christian Ernst (der im AW seine Lehre gemacht hat) und Dietmar Falk schließen mit dem vorliegenden Buch eine echte Lücke und sorgen für völlig neue Einblicke in die Arbeit eines Ausbesserungswerkes während der Dampflokzeit.
Empfohlen für Modellbauer und Sammler ab 14 Jahren. Aufgrund maßstabs- und vorbildgerechter bzw. funktionsbedingter Gestaltung sind Spitzen, Kanten und Kleinteile vorhanden. Verschluckungsgefahr. Deshalb nicht in die Hände von Kindern unter 10 Jahren!